Heinrich-Böll-Stiftung

Unser vorerst letzter "Demokratiedialog" sollte vor allem Menschen in Sachsens Verwaltungen dazu motivieren, Bürger/innenbeteiligung auch unter schwierigen Bedingungen fortzusetzen und weiter zu entwickeln.

Direkte Demokratie war Teil des grünen Gründungsmythos. Winfried Kretschmann und andere einstige Befürworter/innen sehen sie heute kritisch. Was bleibt Parteien, wenn die rationale Basis der Debatte schwindet? Der Bericht vom Demokratiedialog in Stuttgart.

Es ist an der Zeit, Freiheit und Demokratie gegen ihre Verächter zu verteidigen. Deshalb sucht die Heinrich-Böll-Stiftung mit ihren Landesstiftungen nach Wegen für eine Stärkung der Demokratie durch ein „Update“. Die Artikel und Interviews in dieser Publikation, die am 15.9.2016 als Beilage in der Süddeutschen Zeitung erschien, geben einen Einblick in das Projekt.

Einführung

Innerhalb des Projekts "Gut vertreten? Update für Demokratie" beschäftigen wir uns entlang der drei Themenschwerpunkte Beteiligung, Parteien und Inklusion mit den Baustellen der Demokratie - begleitet durch eine Reihe von Grundsatzdebatten.

Neueste Publikation

Wozu brauchen wir überhaupt noch Parteien? Jasmin Siri untersucht ihre Funktion in der modernen Gesellschaft und die Herausforderungen – vom erstarkenden Rechtspopulismus bis hin zur sozialen Ungleichheit.

Parteien

Wie können wir dem Rechtspopulismus begegnen und politisches Engagement stärken? Mit über 80 Teilnehmer/innen startete am 1. Oktober 2016 in Köln der erste von insgesamt fünf bundesweiten Demokratiedialogen.

von

Wozu brauchen wir noch Parteien? Und geht Demokratie in Zeiten sozialer Medien nicht auch moderner? Der Bericht mit den Video-Mitschnitten unserer Tagung zur "Zukunft der Parteiendemokratie".

Mehr zu "Parteien"

Die Partei ist das Lebenselixier einer lebendigen und politischen Demokratie – wenn sie nur ganz anders wäre: programmatischer, demokratischer, mutiger und konfliktfreudiger. Carlos Becker beschreibt, warum wir trotz aller Kritik an den Ideen von Repräsentation und Partei festhalten sollten.

Mit der AfD gibt es in Deutschland erstmals eine relativ erfolgreiche rechtspopulistische Partei. Was bedeutet diese Entwicklung für die parlamentarische Demokratie und die politische Kultur im Superwahljahr 2016?

Grundsatzdebatte

Am 5. Dezember 2015 haben wir in Köln einen Blick auf gegenwärtige Formen der Satire und des Kabaretts geworfen. Haben sie nur eine Ventilfunktion - oder machen sie Mut zur politischen Einmischung? Unser Video mit den wichtigsten Positionen des Abends.

Ist die repräsentative Demokratie zu langsam für den rasanten ökonomisch und technischen Fortschritt? Im Vortrag legt der Soziologe Hartmut Rosa dar, warum das politische System die gesellschaftlichen Erwartungen nur noch begrenzt erfüllen kann.

Adriana Lettrari (Forschungsgruppe Generation 21), Johannes Saalfeld (MdL B´90/GRÜNE M-V) und Claudia Barlen (SPD-Fraktionsmitglied Rostock) diskutieren, welche Rolle die eigene Biografie und Umbruchserfahrungen für parteipolitisches Engagement spielen.

Mehr zu "Grundsatzdebatte"

Obwohl das Medien-Angebot im digitalen Zeitalter stetig zuzunehmen scheint, konzentrieren sich die meisten Titel in der Hand weniger Verlage. Der Journalistik-Professor Klaus Meier analysiert die Chancen und Gefahren für den lokalen Journalismus.

Der Markt ist zum Allheilmittel geworden, konstatiert der Soziologe Hauke Brunkhorst: Die Erpressungsmacht der Wirtschaft steigt ins Unermessliche und führt vielerorts zum Verlust der demokratischen Selbstbestimmung.

Beteiligung

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Für die Belebung von Demokratie kann Politik auf Länderebene viel gestalten. Mittlerweile gibt es bündnisgrüne Regierungsbeteiligungen in acht - mit Hamburg sogar neun - Ländern. Wie viel nimmt sich Grün in diesen Landesregierungen vor? Was gelingt und wo hakt es? Eine Untersuchung.

Der Bürgerhaushalt ist tot! Könnte man meinen, wenn man sich die Teilnehmerzahlen anschaut. Doch Quoten können nicht das einzige Kriterium zur Bewertung von Bürgerbeteiligungen sein. Worauf es ankommt, beschreibt Zebralog-Gründer Oliver Märker.

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Viele Menschen wollen selbst bestimmen, was sie essen und wie ihr Strom erzeugt wird: Kleine, gemeinschaftliche Handelsverbände erfüllen diesen Wunsch nach einem guten Leben.

Inklusion

Die westlichen Demokratien werden ungleicher. Neben der sozio-ökonomischen Gleichheit sollten wir auch an einer neuen Beziehungsgleichheit arbeiten - an dem Verhältniss von Parlamentarismus, Wahlen und neuen Beteiligungsformen.