Hartmut Rosa: Auf der Suche nach der verlorenen Demokratie

Hartmut Rosa, hier bei einem Kongress im Juni 2013. Urheber: Heinrich-Böll-Stiftung . Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Ist die repräsentative Demokratie zu langsam für die globalisierte Welt mit ihrem rasanten ökonomisch-technischen Fortschreiten? Nach der Auffassung des Soziologen Prof. Dr. Hartmut Rosa (Friedrich-Schiller-Universität Jena) hinkt das politische System anderen gesellschaftlichen Systemen zeitlich hinterher, und diese Desynchronisation führt dazu, dass die Demokratie die an sie gerichteten gesellschaftlichen Erwartungen nur noch begrenzt erfüllen kann.

Wir haben mit dem Beschleunigungsforscher am 21.Oktober 2014 in Halle über die temporalen Voraussetzungen von Politik diskutiert und fragen nach den Folgen der Zeitkrise im politischen Raum. Ist die stetig zunehmende Desynchronisierung unwiderrufliches Schicksal oder kann die politische Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit zurückerobert werden? Und welche Rolle spielt die ökonomische Steigerungslogik des Kapitalismus in diesem Zusammenhang?

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