Parteien

Parteien: Die Zukunft der Parteiendemokratie

Parteien sollen Meinungen und gesellschaftliche Interessen bündeln - aber die Volksparteien haben Nachwuchsprobleme. Sie drohen in einer fragmentierten Öffentlichkeit unterzugehen und sehen sich immer stärkerem Lobbyismus gegenüber. Welche Rolle müssen Parteien heute und morgen ausfüllen?

Ansehen!

Direkte Demokratie war Teil des grünen Gründungsmythos. Winfried Kretschmann und andere einstige Befürworter/innen sehen sie heute kritisch. Was bleibt Parteien, wenn die rationale Basis der Debatte schwindet? Der Bericht vom Demokratiedialog in Stuttgart.

Wie können wir dem Rechtspopulismus begegnen und politisches Engagement stärken? Mit über 80 Teilnehmer/innen startete am 1. Oktober 2016 in Köln der erste von insgesamt fünf bundesweiten Demokratiedialogen.

von

Wozu brauchen wir noch Parteien? Und geht Demokratie in Zeiten sozialer Medien nicht auch moderner? Der Bericht mit den Video-Mitschnitten unserer Tagung zur "Zukunft der Parteiendemokratie".

von

Der Mitgliederschwund von Parteien geht weiter. Doch wer ihn alleine durch den Ausbau innerparteilicher Partizipation aufhalten will, ignoriert ein organisatorisches Grundproblem.

In je einem Kurvortrag mit 20 Folien à 20 Sekunden umreißen Julia Schramm, Merle Stöver, Kristina Kämpfer, Elisa Gutsche und Dennis Grieser ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen die Rolle der Partei.

Erleben wir in Zukunft mehr Debatten und Volksentscheide statt Parteien und Parlamente? Eine Diskussion mit dem Politikwissenschaftler Gary S. Schaal, dem ehemaligen Landesvorstand der Grünen, Bastian Bergerhoff und den Soziologinnen Sigrid Roßteutscher und Jasmin Siri.

Neueste Publikationen

Die Partei ist das Lebenselixier einer lebendigen und politischen Demokratie – wenn sie nur ganz anders wäre: programmatischer, demokratischer, mutiger und konfliktfreudiger. Carlos Becker beschreibt, warum wir trotz aller Kritik an den Ideen von Repräsentation und Partei festhalten sollten.

Mit der AfD gibt es in Deutschland erstmals eine relativ erfolgreiche rechtspopulistische Partei. Was bedeutet diese Entwicklung für die parlamentarische Demokratie und die politische Kultur im Superwahljahr 2016?

Die Ressentiments gegenüber Parteien reichen bis weit in die Mitte der Gesellschaft. Es wird höchste Zeit, eine öffentliche Debatte um deren Erneuerung zu führen. Wir werden sie noch dringend brauchen.

Parteien haben Zukunft – wenn sie mit der Zeit gehen. Das Progressive Zentrum, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung haben Vorschläge für eine neue Programmatik und zeitgemäße Organisationsstrukturen entwickelt.

Kurzvorträge: 20 Folien à 20 Sekunden

Policy Briefs zur Partei 2025

Parteien basieren auf männlich geprägten Organisationsstrukturen. Damit sie für Frauen attraktiver werden, ist kultureller Wandel vonnöten. Wir formulieren Vorschläge, die über gleichstellungspolitische Maßnahmen hinausgehen.

Viele Parteien versprechen eine Stärkung des „Mitmach“-Gedankens. Dafür sollten sie die Möglichkeiten für innerparteiliche Beteiligung weiter ausbauen ohne dabei wesentliche Qualitätsmaßstäbe aus dem Blick zu verlieren.

Mitglieder sind die wertvollste Ressource einer Partei. Um ihr gerecht zu werden, sollten sich Parteien verstärkt auf die qualitative Entwicklung der Mitgliedschaft konzentrieren.

Dieser Innovationskatalog sammelt die Maßnahmenideen des Projekts „Legitimation und Selbstwirksamkeit. Zukunftsimpulse für die Parteiendemokratie“. Er dient als Inspirationsquelle und verdeutlicht: es gibt viele gute Ideen für zukunftsfähige Parteien.

Immer mehr Regierungen nutzen das verhaltenswissenschaftliche Nudging-Konzept, um Verwaltungshandeln wirksamer zu machen. Vor allem in Deutschland findet das viele Kritiker/innen. Dabei ist der Ansatz ein hervorragendes Analyseraster für die Weiterentwicklung von Parteien.

Digitale Formate, die intelligent in bestehende Parteiarbeit integriert werden, bieten gute Möglichkeiten für eine zeitgemäße „Smart Party“, die nicht nur von Digitalisierung redet, sondern sie auch selbst vorlebt.

Parteien brauchen eine Kultur der Offenheit, der Neugier und der Lernbereitschaft, um zukunftsfähig zu sein. Nur wenn Parteien hier ansetzen, kann Parteiarbeit wieder das machen, was ihr in Augen der meisten Politikinteressierten heute fehlt: Spaß.

Mit welchen Motiven engagieren sich Mitglieder in politischen Parteien? Wer sie kennt, kann durch strategisches Mitgliedermanagement bislang ungenutzte Potenziale heben.

In einer individualisierten Welt sollten Parteien ihre Strukturen für Menschen öffnen, die sich auch abseits der aktiven Mitgliedschaft für engagieren möchten. Wir geben Hinweise, was Parteien in Sachen Flexibilität von NGOs lernen können.

Parteien bleiben unverzichtbar. In einer zunehmend komplexen und fragmentierten Gesellschaft sind sie wichtig, um Jung und Alt, Arm und Reich, Stadt und Land, Einwohner mit und ohne Migrationshintergrund in einem produktiven Miteinander halten zu können.

Weitere Publikationen

Wozu brauchen wir überhaupt noch Parteien? Jasmin Siri untersucht ihre Funktion in der modernen Gesellschaft und die Herausforderungen – vom erstarkenden Rechtspopulismus bis hin zur sozialen Ungleichheit.

Es ist an der Zeit, Freiheit und Demokratie gegen ihre Verächter zu verteidigen. Deshalb sucht die Heinrich-Böll-Stiftung mit ihren Landesstiftungen nach Wegen für eine Stärkung der Demokratie durch ein „Update“. Die Artikel und Interviews in dieser Publikation, die am 15.9.2016 als Beilage in der Süddeutschen Zeitung erschien, geben einen Einblick in das Projekt.

Die Parteien in Deutschland müssen sich neuen Anforderungen stellen. Der Politikwissenschaftler Ulrich Eith analysiert, wie der Wunsch der Bürger/innen nach mehr Partizipation die politischen Akteure verändert.

Die Parteiendemokratie ist seit geraumer Zeit mit Aushöhlungstendenzen und Legitimationsmängeln konfrontiert. Elmar Wiesendahl erläutert die aktuellen Entwicklungen der repräsentativ-demokratischen Parteien und ihre Herausforderungen.

Politische Parteien haben mit einem Rückgang an Beteiligung und Vertrauen zu kämpfen. Richard Stöss analysiert die Ursprünge und Funktionen der Parteien in Deutschland und stellt in acht zugespitzten Thesen Überlegungen zu ihrer Zukunft an.

Subscribe to RSSSubscribe to RSS