Markus Beckedahl: Digital ist besser - Bürgerrechte und digitale Demokratie

Markus Beckedahl: Digital ist besser - Bürgerrechte und digitale Demokratie

Markus Beckedahl (hier auf der re:publica 2013) – Urheber: Markus Henkel. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Ist das emanzipatorisch-demokratische Projekt des Internets am Ende? Gerade in den Anfangszeiten des Masseninternets waren die Erwartungen an neue politische Teilhabemöglichkeiten und inklusiverer politischer Partizipation groß. Es gab einen fast naiven Glauben an das dem Netz inhärente demokratische Potential, das übergehen sollte in eine neue Kultur der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Demokratie. Diese Erwartungen sind mittlerweile einer Ernüchterung gewichen, die nicht zuletzt mit den Erkenntnissen zu tun hat, dass das Internet ein nie zuvor gekanntes Maß an digitaler Überwachung ermöglicht, die an unseren Grundrechten und Freiheiten rührt.

Markus Beckedahl (netzpolitik.org, Sachverständiger der Enquete-Kommission „Internet und Digitale Gesellschaft“) ist am 3.11.2014 in Halle den Fragen nachgegangen, wie demokratische Grundrechte in der digitalen Sphäre gewahrt werden können, welche emanzipatorischen demokratischen Potentiale heute überhaupt noch im Netz liegen und wie Plattformen wie „Adhocracy“ parlamentarische Verfahren durch Bürgerbeteiligung bereichern können.

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